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Stressmanagement

In Zeiten in denen Burnout nicht nur ein Modewort ist und die Belastung sowie der gesellschaftliche Druck stetig steigen, zeigen sich immer häufiger verschiedene Symptome von Stress. Diese werden auf körperlicher oder geistiger Ebene wahrgenommen und haben häufig Auswirkungen auf die Gefühle und das Verhalten. Es treten zum Beispiel Herzkreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Muskelzuckungen auf. Die Leistungs- sowie Konzentrationsfähigkeit wird herabgesetzt, Schlafstörungen können einhergehen mit Gereiztheit, Lustlosigkeit oder Überforderung. Auch Antriebslosigkeit und innere Unruhe können Anzeichen von Stress sein.

Generell muss Stress nicht zwingend negativ sein, denn laut Definition ist es „eine unspezifische Reaktion des Körpers auf eine Anforderung“. Man unterscheidet hier zwischen dem positiven Stress “Eustress“ und dem negativen Stress „Distress“. Wie Stress empfunden wird, ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von der eigenen Bewertung der Situation ab. Wird die Situation zum Beispiel als gefährlich oder belastend bewertet, so steigt die Ausschüttung von Stresshormonen im Körper. Dies hat zur Folge, dass die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen, der Muskeltonus und auch die Schweißproduktion sich erhöhen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, so befindet man sich in einem Dauerstress welcher folglich chronisch werden kann und somit möglicherweise zum Burnout Syndrom führt. Wird die Anforderung hingegen als anregend oder aktivierend wahr genommen wie bei einer starken Vorfreude, treten die gleichen Symptome auf, allerdings werden hier Glückshormone ausgeschüttet und somit positiv vom Organismus verarbeitet. Gleichzeitig steigen die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit.

Allgemein nehmen psychische Erkrankungen und hierdurch auch die Ausfalltage und Fehlzeiten am Arbeitsplatz zu. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2016) entfällt jede zehnte Krankschreibung in den Bereich der psychischen Erkrankungen. Durch unsere Vorträge und Workshops zum Thema Stressmanagement möchten wir zum Erhalt der psychischen Gesundheit im Betrieb beitragen. Wichtig sind hierbei die Früherkennung von Gefährdungen, Hilfen zur Bedarfsanalyse innerhalb des Betriebs, praktische Empfehlungen zur Sicherung der Gesundheitsressourcen sowie eine aktive Stressprävention.